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Raman Mehrzad, Eins plus. Der ultimative Guide für mehr Lernerfolg. edition a Wien 2016

 

"Ein plus" - damit ist die Note gemeint, die der Schüler nach Befolgen der Regeln des Autors in allen Fächern erreichen kann. Ein hohes Ziel - der Autor selbst ist das Vorbild. Raman Mehrzad stammt aus dem Iran, wuchs in Schweden auf, maturierte mit lauter Einsern, studierte Medizin und lebt heute in Boston, USA. Er arbeitet neben seinem medizinischen Beruf auch als Forscher, Autor und Lerncoach. Sein Buch schaffte es, Nr. 1 der Bestsellerliste in Schweden zu werden.

Das Buch ist in Du-Form geschrieben, richtet sich also an den lernwilligen Schüler. Es ist nicht mangelnde Intelligenz, so der Autor, wenn es mit dem Schulerfolg nicht klappt. Es ist eher so, dass Kinder nicht wissen, wie sie es anstellen sollen. Und der Autor fordert die Kinder auf, wirklich hart zu arbeiten, Freizeitvergnügungen beiseite zu lassen, Facebook und Freunde für jene Zeit, wo Prüfungen anstehen, zu meiden, und viele Stunden am Tag zu lernen, um jene Eins zu erhalten, zu der eigentlich jeder fähig ist. Dafür wird man im späteren Leben (nach 18) reichlich belohnt, weil man studieren kann, was man will, beim Studium auch schon weiß, wie Lernen funktioniert und weil man später in jeden Beruf einsteigen und erfolgreich sein kann. So kann man sich vieles leisten (materiell), aber auch die pure Lust am Leben genießen.

 

"Du hast keine Chance auf Top-Noten, wenn du faul bist und einfach nur so in den Tag hineinlebst. Du musst super fokussiert sein. Du musst auf einiges verzichten, und du wirst manchmal kämpfen müssen.... Du entscheidest: Nimmst du die Schule leicht, hast du schlechtere Zukunftsaussichten. Dann kannst du aber auch niemandem anderen die Schuld dafür geben."

 

(Eintrag 31.10.2016)

Bernhard Bueb, Lob der Disziplin. Eine Streitschrift. Verlag Ullstein 2014

 

Bernhard Bueb war 31 Jahre Direktor der Eliteschule Salem in Deutschland. Die Erkenntnisse, die er in Jahrzehnten pädagogischer Praxis erworben hat, sind in diesem Buch versammelt. In den Begriff Disziplin fließen auch andere wichtige Werte der Erziehung ein: Aus Liebe und Fürsorge müssen Kinder zu Disziplin erzogen werden, um Talente zu entwickeln und zu Selbstbestimmung und Freiheit zu finden.

Bueb schildert seine Erfahrung mit antiautoritärer Erziehung und selbstbestimmtem Lernen der Schüler und muss zugeben, dass er damit gescheitert ist. Kinder zu früh in die Freiheit zu entlassen, führt zu Unordnung und Chaos, zu Süchten, psychischen Störungen und dazu, dass die meisten Kinder später dann auch nicht die richtige Arbeitshaltung entwickeln und unter ihrem Niveau leben.

Erziehung gelingt dann, wenn sich Erzieher der Spannung zwischen Zwang und Freiheit aussetzen - "Kinder und Jugendliche werden ihre Eltern, Lehrer und Erzieher dafür lieben und achten..." (S172)

Zu empfehlen Eltern (aber auch Lehrern und Direktoren), die das Gefühl haben, dass kleine Tyrannen heranwachsen und sie ihrer nicht mehr Herr werden.

Eintrag 18.1.2017

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LERN BERATUNG LERN COACHING LERN BETREUUNG LERN THERAPIE - LERN BERATUNG LERN COACHING LERN BETREUUNG LERN THERAPIE

 

Jan-Uwe Rogge, Ängste machen Kinder stark. Rowohlt Taschenbuchverlag 2014 Reinbek bei Hamburg

 

Ein ungewöhnlicher Titel? Macht Angst nicht schwach? Jan-Uwe Rogge erklärt in diesem (weiteren) pädagogischen Bestseller, dass Angst zum Leben gehört, und lehrt, in welcher Weise Kinder angeleitet werden können, mit der Angst produktiv umzugehen und sie auch zu überwinden. Er spricht viele Themen an wie etwa Daumenlutschen, Durchschlafen, Trennungsängste, Schulangst, Sauber-Sein, über Tod und Trauer, Außenseitertum ...

Rogge gibt handfeste Tipps zur Überwindung der Angst wie das Erzählen heilender Geschichten, Rituale, das Geben von Klarheit, Konsequenz, Ermutigung und anderes mehr. Kindern sollen auch konstruktive Problemlösungen vorgelebt werden. Manchmal helfen Kreativität, Humor und Phantasie, damit problematische Erfahrungen verarbeitet werden können.

Das Buch könnte ein Spur systematischer aufgebaut sein. Die vielen Fallbeispiele jedoch machen es leicht, theoretische Ausführungen zu verstehen. Insgesamt ein lesenswertes Buch für Eltern, da Angst im Laufe der Entwicklung ein ständig wiederkehrendes Thema ist.

(28.1.2016).

Vortrag in St. Pölten am 20.1.2016: der Autor

Jan-Uwe Rogge und llse Kossarz

 

 

Amy Chua, Die Mutter des Erfolgs. Wie ich meinen Kindern das Siegen beibrachte. 2011 Hanser-Verlag München

Englischer Titel: Battle hymn of the Tiger Mother

Amy Chua ist eine Chinesin, deren Eltern in die USA ausgewandert waren. Sie selbst wurde sehr streng erzogen. Als sie heiratet und zwei Töchter bekommt, gibt sie die strengen Erziehungsprinzipien weiter. Sie ist eine erfolgreiche Jus-Professorin an einer Eliteuniversität in den USA. Erziehung besteht ihrer Ansicht nach vor allem in Strenge und Disziplin. Drohungen, Kontrolle und Erpressung sind Erziehungsmittel. Die Autorin betont dabei immer wieder, dass man so chinesische Kinder erzieht. Sie hat perfekte Töchter, die Höchstleistungen erbringen und begnadete Musikerinnen auf Geige und Klavier sind. Als die jüngere Tochter 13 ist, verweigert sie die Vorgaben der Mutter und demütigt sie zutiefst ...

Ein Buch zum Überprüfen eigener Erziehungsprinzipien und zum Diskutieren mit Freunden.Das Buch ist sehr lebendig, witzig und selbstkritisch geschrieben, auch ihre eigene Niederlage am Schluss, die sie zynisch kommentiert. Nicht immer kann man glauben, dass eine Mutter ihre Kinder derart unter Druck setzt, etwa wenn selbst im Urlaub jeden Tag Klavier und Geige stundenlang geübt werden müssen ... Aber vielleicht urteilt hier nur eine "westliche" Mutter.

(11.11.2015)

 

 

Krissy Pozatek, Mokassinkinder. Mutig.Neugierig.Selbstbewusst. Beltzverlag 2014

In diesem Buch beschreibt die Wildnistherapeutin Krissy Pozatek, wie Eltern lernen können, ihre Kinder loszulassen, sodass sie auf eigenen Beinen stehen lernen. Kinder sollen allmählich ihre Probleme selbst lösen. Sie werden immer wieder Widerstände und Unannehmlichkeiten erleben, doch sie werden an den Widerständen wachsen und ihre eigene Stärke erleben. Eltern sollen die Gefühle der Kinder ernst nehmen, nicht aber ihnen Schwierigkeiten abnehmen und Lösungen vorgeben.

Empfehlenswert für alle, die besonders gute Eltern und dem Kind bester Freund und Berater sein wollen. Das Buch zeigt auf, dass gerade diese Haltung das Kind schwächen und mutlos machen kann. In vielen Beispielen wird Loslassen gezeigt und gelehrt.

(23.10.2015)

 

Elisabeth Lukas, Die Kunst der Wertschätzung. Kinder ins Leben begleiten. Verlag Neue Stadt 2013.

Ein großer Wunsch von Eltern ist, dass ihr Kind glücklich wird. Nicht alles hängt von ihnen ab, aber was können Eltern dazu beitragen? Es reicht nicht, den Kindern alle Wünsche zu erfüllen. Nicht Reichtum, Gesundheit, Schönheit sind Garanten für das Glück.

Wesentlich ist eine gute seelische Gesundheit, eine psychische Stärke, aus der heraus Kinder das Leben in all seinen Wechselfällen bestehen können. Sie brauchen anstrebenswerte Lebensinhalte und persönliche Ziele, die sie selbst verwirklichen. Setzen sie ihre Talente und Stärken zum eigenen und fremden Wohle ein, so schenken diese ihnen Selbstbewusstsein, Lebensmut und persönliche Erfüllung.

Ein Buch, das sich an Eltern richtet, die Stärken des Kindes zu erkennen und dementsprechend zu fördern.In vielen Beispielen zeigt die Autorin auf, wie man etwa mit Konzentrationsstörungen oder mit dem Fehlen jeglicher Motivation umgeht.

Es klingt die positive Psychologie Viktor Frankls durch, dessen Schülerin Elisabeth Lukas war. Sie hat die Logotherapie Viktor Frankls methodisch weiterentwickelt und viele Jahre das süddeutsche Institut für Logotherapie geleitet.

(25.9.2015)